Die :bsz fragt – wir antworten – die :bsz „gibt wieder“

Wie letztes Jahr hat die :bsz wieder alle Listen zu verschiedenen, aktuellen Themen befragt. Auf der Basis der von den Listen zugeschickten Antworten ist der erste Teil des Artikels über die Arbeit des amtierenden AStA erschienen.

Allerdings sind wir nicht zufrieden mit der aus unserer Sicht mangelhaften, evtl. sinnverfälschenden Darstellung im Artikel, wo nur verkürzte Teilauszüge zitiert wurden. Deshalb möchten wir unsere Antworten auf die Fragen der :bsz nochmal vollständig veröffentlichen, um eine komplettere, objektivere Übersicht über unsere Position zu geben.

Erst einmal, wie fällt Euer Fazit der Amtszeit des aktuellen AStA insgesamt aus?

Durchwachsen.
Dieser AStA sah sich mit einigen „Altlasten“ und unfertigen Baustellen vormaliger ASten konfrontiert, die mit viel Arbeitsaufwand bewältigt werden mussten.
Bedingt durch diese Ressourcenbindung lief nicht immer alles zur vollsten Zufriedenstellung.
Auch die neue AStA-Struktur sahen und sehen wir als nicht ideal, dies hat sich leider auch in der Referatsarbeit bestätigt.
Trotz dieser Schwierigkeiten wurden die Probleme erfolgreich abgearbeitet und die großen Vorhaben der Koalition mit diesem AStA zu Ende gebracht.
In der Zukunft können und müssen nun neue Ideen, Visionen und Konzepte entwickelt werden.

Inwieweit hat der AStA seine Arbeit für die Studierenden transparenter und nachvollziehbarer zu machen?

Es könnten natürlich mehr Berichte geschrieben werden, die am Ende aber (fast) niemand liest. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich zu informieren. Die AStA-Vorstandssitzung, AStA-Sitzung und Stupa sind hochschulöffentlich. Bei letzterer könnte man direkt dem Bericht des AStAs lauschen und selbst nachhaken, es ist allerdings eher selten, dass man unvertraute Gesichter erblickt. Deshalb wirbt der AStA mit seinen Projekten und seiner Arbeit auf HP und Facebook, in der Hoffnung mehr Interesse in der Studierendenschaft zu wecken.
Unserer Ansicht nach ist die Transparenz und Nachvollziehbarkeit für Interessierte gewährleistet, weitere Ressourcen von der Projektarbeit abzuziehen ist aus unserer Sicht weder notwendig noch ratsam

Wie zufrieden seid Ihr mit dem Verlauf der BlauPause, für die das reguläre Campusfest entfiel? Was waren die Vor- und Nachteile dieses Formats?

Für die Studierendenschaft gab es eigentlich keine wirklichen Vorteile, einige Aktionen durch Fachschaftsräte und Initiativen waren sehr gelungen hätten aber ebenso im herkömmlichen Format stattfinden können und dementsprechend mit weniger Einschränkungen.
Die Veranstaltung war insgesamt schlecht geplant und mangelhaft durchgeführt.
Es kam zu einigen Pannen, zentrale Informationen stellten sich als unzutreffend da und Zusagen wurden nicht eingehalten.
Im Kern war die Blaupause eine Prestige-Veranstaltung die Stadt und Universität die ihnen zur Profilierung diente.
In Anbetracht der Rahmenbedingungen ist es diesem trotzdem AStA gelungen, die vom Vorgänger AStA getroffenen Entscheidungen hinsichtlich der Durchführung der Blaupause in der Praxis zu bewältigen.

Trotz neuer Gesetzeslage ist die Anwesenheitspflicht weiter ein umstrittenes Thema. Wie zufrieden seid Ihr mit dem Einsatz des AStA für die Studierendeninteressen?

Der AStA nutzt sein volles Arsenal an Handlungsoptionen.
Mit dem Anwesenheitspflichtmelder können sich betroffene Studierende direkt an den AStA wenden und Unterstützung suchen. Dabei wird zunächst versucht zu Informieren und durch Gespräche zum Ziel zu gelangen. Gelingt dies nicht wird via Rektorat und Ministerium Druck ausgeübt. Solange jedoch nicht ein betroffener Studierender bereit ist zu klagen und beim AStA Rechtsschutz zu beantragen ist es von der Rechtslage nicht möglich stärkere Schritte zu ergreifen. Insofern wird der „irre Ivan“ des Historischen Instituts wohl leider nicht das letzte Ärgernis bleiben.

Wie gut hat der AStA Eurer Meinung nach die Verhandlungen um das VRR-Ticket gehandhabt?

Der AStA verfolge aktiv und engagiert die Allianz mit den anderen betroffenen Studierendenschaften.
Letztlich sich die Studierendenvertretungen ohne das Interesse und die Unterstützung durch die Studierenden machtlos. Generäle alleine können keine Schlachten gewinnen und die Studierendenschaften waren nicht bereit für einen Showdown mit dem VRR.
Gestern erst musste ich einem Bielefelder Kommilitonen erklären, dass das Solidarmodell eben heißt, dass alle das Ticket abnehmen müssen.

Wie bewertet Ihr die momentane Diskussions- und Informationskultur auf dem Campus? Stoßen Info-Veranstaltungen, politische Diskussionen etc. auf ausreichend Resonanz? Was haltet Ihr hier für verbesserungswürdig?

POBI Veranstaltungen sind traditionell (i.d.R.) schlecht besucht.
Neue Konzepte wären wünschenswert, so könnten studentische Initiativen und weitere Akteure die selbst eine gute Sendungtiefe besitzen stärker einbezogen werden, vielleicht könnten Diskussionsveranstaltungen in den Cafeterien stattfinden, schließlich ist das einer der Orte an denen man mit den Kommilitonen über Gott, die Welt und Politik diskutiert.

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